Gasshuku 2018 in Baden BadenDJKBFünf schweißtreibende Tage auf dem Hochsommer-Gasshuku

Von Bianca Walsleben

Am diesjährigen Gasshuku in Baden-Baden, unter dem Motto des 150jährigen Jubiläums von Gichin Funakoshi, nahmen sieben Athleten des HKC teil. Jeder von ihnen durfte zusätzlich zu den drei obligatorischen Einheiten des Lehrgangs noch eine weitere beim Bundesjugendtrainer Markus Rues absolvieren. In der Woche vom 30.07. bis 03.08. herrschten Temperaturen jenseits der 30°C-Marke, sodass unsere Jugendlichen doppelt ins Schwitzen kamen.

Die sieben Teilnehmer des Wettkampfteams des Vereins waren auf die Gruppen der 1. Kyus und 2./3. Kyus verteilt. Bedauerlicherweise bekam keiner von ihnen die Gelegenheit, bei Shihan Ochi zu trainieren. Die weiteren acht geladenen Sensei gestalteten die Einheiten der Braungurte. Dabei ist grundsätzlich das Morgentraining für Kata reserviert, in den restlichen beiden Trainings haben die Meister freie Hand. Dabei ist es stets ein Höhepunkt, mit den japanischen Gasttrainern zu arbeiten. In diesem Jahr repräsentierten die Instruktoren Ayumu Kameyama und Hideo Yamamoto das Headquarter in Japan. Ersterer unterwies die Teilnehmer in die Feinheiten des Freikampfes und verriet die drei Grundvoraussetzungen für eine gute Technik: Gleichgewicht, Timing und Schnelligkeit. Yamamoto Sensei fokussierte zusätzlich den Wert des Kihon. Hier stand die Bedeutung des „Supporting leg“ (Standbein) im Mittelpunkt, und wie der korrekte Einsatz insbesondere  Beintechniken essentiell verbessern kann. Solche neuen Ansätze oder schlichtweg das Offenbaren des Unbewussten wirkt sich immer nachhaltig auf die Karatekas aus, wird in die Dojos getragen und vertiefend geübt. Dazu trug auch Kiiskilä Sensei durch seine besonderen Atemrhythmen zur Verbesserung des Kime bei. Bundesjugendtrainer und einer der Sensei des Gasshuku Markus Rues nutzte seine Einheiten bei den Braungurten, um auch allen Breitensportlern einen intensiven Einblick vom Kumitetraining seiner Kader zu gewähren. Seine diversen Freikampf-Kombinationen hatten die Möglichkeiten des Sabaki und Konterns zum Hauptthema. Quasi nebenbei offenbarten die Übungen die individuellen Grenzen der Mobilität und zeigten Wege auf, diese zu schulen. Bei solch einem kräftezehrenden Tagesablauf – denn man darf das zusätzliche Kadertraining nicht außer Acht lassen – ließen unsere sieben Magdeburger den Tag ruhig und gemeinsam ausklingen. Zur Erholung trug erheblich das überraschend organisierte „richtige Bett“ für die Athleten bei. Anders als sonst üblich, fand die Übernachtung nicht in der reservierten Kaderhalle auf Luftmatratzen statt, da der Weg zu den Hallen für die „nicht-motorisierten“ Jugendlichen zu lang war. Daher wurden spontan Studentenwohnungen organisiert, die mitsamt Küche und Bad für ungewohnt viel Komfort sorgten. Abends trafen sich alle Gasshukuteilnehmer im Festzelt des Ausrichterdojos „Makoto“ Baden-Baden. Bei angemessener Versorgung mit Essen, Trinken und Musik konnten die Reserven für den nächsten Tag aufgefüllt werden. Einen Höhepunkt durften die Teilnehmer bereits am Wochenstart erleben: Der traditionelle Vergleichskampf zweier Länder. 2018 hieß es Deutschland gegen Italien und in zwei Durchgängen sicherte sich das deutsche Team den Sieg mit 10 zu 4 Punkten. In der Pause zwischen den beiden Runden wurden die Zuschauer mit anspruchsvollen Vorführungen verwöhnt. Als krönender Abschluss sorgte am Freitagabend eine Liveband für ausgelassene Stimmung und einen gelungenen Abschluss der Woche.

Auszeichnungen

"Großer Stern des Sports" 2004
in Bronze - 1. Platz
in Silber - 3. Platz

"Großer Stern des Sports" 2007
Stern in Bronze

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