Ki Karate 20182Ki-Karate-Sommer 2018 –

Erlebnisbericht von Claudia Walsleben, HKC Magdeburg-Barleben e. V.

Es war im Jahr 2015 – endlich hielt ich meine neue Ausgabe der „toshiya“ in den Händen – wie jedes Mal, war ich gespannt auf die neue Ausgabe!

Heft 2 – was war das? Wie immer, studierte ich erst einmal das Inhaltsverzeichnis und blieb gleich bei der Ankündigung hängen „Interview: Dr. Petra Schmidt … Sie ist eine der ganz wenigen weiblichen Karatemeister, die in Deutschland …“ und eh ich mich versah, war ich auch schon mitten beim Lesen.

Zunächst sprachen mich die Bilder an, wow dachte ich, was für eine Energie strahlt diese Frau aus! Am Ende des Artikels angekommen stand für mich fest, diese Frau und ihr Ki-Karate muss ich kennenlernen. Was bei meinem bewegten Alltag nicht so einfach war – 3 Jahre später war es dann so weit – ich erfüllte mir selbst einen Wunsch: die Teilnahme am Ki-Karate-Sommer bei Dr. Petra Schmidt – 16. Juli 2018 und ich befand mich auf dem Weg nach Kerpen. Nach endlosem Staus auf der Autobahn endlich in Kerpen angekommen, schaute ich mir von der ersten Trainingseinheit noch die letzten 15 Minuten von draußen an.Ki Karate 20184 Es waren die ersten Ki-Übungen an diesem Tag, die ihren Anfang nahmen und mich in ihren Bann zogen, diese Geschmeidigkeit, Gelenkigkeit, Beweglichkeit und das nicht etwa bei Menschen, die um die 20 waren. Genial dachte ich und konnte es kaum erwarten, dass die zweite Trainingseinheit des Tages begann.Ki Karate 20186

Schnell schlüpfte ich in meinen Gi und es konnte losgehen, denn jetzt sollten die Ki-Übungen ihre Umsetzung in das Ki-Karate finden. Es begann eigentlich ganz einfach – gedan barai und gyaku zuki – einfache Übung dachte ich, mach ich ja schon 24 Jahre. Doch Frau Dr. Petra Schmidt leerte mich eines Besseren - schon die Ausholbewegung „das Fallenlassen des Armes“ war so energiegeladen und dann der Hüftschwung für den gyaku zuki machten mich baff, so schnell wie die Technik anfing, war sie auch schon im Ziel. Unfassbar – ich dachte, wie eine 20jährige, die Leistungskarate trainiert, genial und das von einer Frau, die jetzt auf stolze 50 Jahr zurückblicken kannKi Karate 20183

So setzte sich das Training die ganze Woche bis Freitag fort. Beginnend in der ersten Einheit mit Ki-Übungen, wo aufgezeigt wurde, wie man sich mit der entsprechenden Köperhaltung und Atmung bis ins hohe Alter beweglich halten und somit auch bestimmten Körpergebrechen Parole bieten kann.Ki Karate 20185

In der zweiten Einheit hieß es dann immer, was geben mir diese Übungen für mein Karate. Das Augenmerk lag hierbei nicht auf neue Techniken bzw. Kombinationen oder Katas. Es wollte auch keiner sehen wie genial man schon alles beherrscht. NEIN – ausschlagegebend war, wie hole ich das effektivste aus meiner Technik heraus. Da waren dann z. B. solche Dinge wichtig, wann kommt der Einsatz der Hüfte um hier den richtigen Energiefluss raus zu holen oder beim age-uke die Schulter nach hinten runter drücken, mit der entsprechenden Atmung den Block verstärken und gleichzeitig das hikite so zurückziehen, indem die Schulterblätter sehr eng zusammengebracht werden, um dann im richtigen Moment zum Gegenangriff zu explodieren.Ki Karate 20187

Was mir bei diesem Ki-Karate-Sommer auch noch so gefallen hat, ist, dass wir eine Gruppe von Teilnehmern vom Orange- bis zum Schwarzgurt waren, wo nicht die Farbe des Gürtels  wichtig war, eigentlich hätten wir auch alle weiße Gürtel ummachen können. Toll war auch die Gruppe der Menschen, die hier eine Woche zusammen trainiert haben – jeder brachte sich mit seiner Persönlichkeit ein und ich konnte von jedem etwas mitnehmen. Es war eine tolle Harmonie vom ersten bis zum letzten Teilnehmer. So etwas Schönes habe ich noch nie erlebt und ich freue mich darauf jeden Einzelnen irgendwann einmal wiederzusehen.Ki Karate 20181

Am 21.07.2018 bin ich nach Magdeburg mit der Erkenntnis zurück gefahren, dass es im Karate nicht 3 Säulen gibt (Kihon, Kumite, Kata) sondern 4 – das Ki-Karate.

Ich bin Frau Dr. Petra Schmidt unheimlich dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte. Neben meinem Karate-Training haben mich schon immer  für Tai-Chi und Yoga begeistert, wofür ich nicht die Zeit fand, zusätzlich zu trainieren. Mit der Teilnahme am Ki-Karate-Sommer 2018 habe ich etwas gefunden, was all das mit vereint und ich somit zukünftig mit meinem geliebten Karate-Training verbinden kann und  das macht mich glücklich. Heute 2018 kann ich sagen, die Zeit des Wartens seit 2015 hat sich gelohnt und ich werde auf alle Fälle weitere Ki-Karate-Seminare von Frau Dr. Petra Schmidt besuchen.

Ich wünsche mir, dass ich mit diesem Erfahrungsbericht in allen Karatekas eine kleine Sehnsucht wecken konnte und daher meine Empfehlung an euch, ich kann euch nur Wege aufzeigen, gehen müsst ihr sie selber!

In diesem Sinne viel Spaß

Claudia Walsleben

Auszeichnungen

"Großer Stern des Sports" 2004
in Bronze - 1. Platz
in Silber - 3. Platz

"Großer Stern des Sports" 2007
Stern in Bronze

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