Zum 9. Berlin Special vom 01. - 03. Oktober reisten vom „Hatsuun Jindo“ Karate-Club Magdeburg sechs Karatekas an. Eingeladene Trainer waren Tatsuya Naka (7. Dan JKA-Instructor, Tokyo/Japan) und Risto Kiiskilä (6. Dan DJKB-Instructor, Deutschland/Finnland). Insgesamt durften die Veranstalter circa 300 Teilnehmer aus Deutschland, Polen, Schweden und anderen europäischen Ländern willkommen heißen.

Am Samstag und Sonntag wurden jeweils zwei Trainingseinheiten für die Unter- und Oberstufe abgehalten und am Montag nochmals eine. Das erste Training am Samstag gestaltete Sensei Risto. Seine Schwerpunkte lagen auf der Gewichtsverlagerung, dem Hüfteinsatz und der Beweglichkeit in der Grundschule. Dabei versuchte er von Anfang an grundlegende Fehler zu beseitigen. Im Anschluss sollten die Teilnehmer das Erlernte am Partner anwenden. In der zweiten Einheit der Unterstufe vermittelte Sensei Naka, wie der Karateka zu einer starken Technik kommt, wenn er in seinem Innern die richtige Einstellung hat. Seine enorme Beweglichkeit demonstrierte er wieder am Vorbeischieben der Körperhälften und der erweiterten Rotation der drei Körperachsen. Mit der Oberstufe übte Naka das korrekte Angrüßen im Budo, also den exakten Bewegungsablauf beim Seiza und die Verbeugung mit dem Herzen. Seine Bewegungslehre in Bezug auf die Ausübung von Karatetechniken lässt sich mit der Formel „voller Körpereinsatz“ zusammenfassen. Gemeint ist die Hüftbewegung in der Horizontalen und die differenzierte Nutzung des Rumpfes in der Vertikalen – so wird beispielsweise bei Chudan geschlossen und bei Jodan geöffnet. Zum Abschluss wurde Heian Nidan in diversen Variationen gelaufen – z.B., einhändig oder Ura mit dem vorhergelernten vertikalen Öffnen und Schließen.

Nach diesem anstrengenden Tag wollten die HKC-ler den Samstagabend gemütlich beim Griechen ausklingen lassen, auch wenn der Weg dahin satte 5 km maß. Die Übernachtung erfolgte dann im Dojo des Ausrichters. Die Organisation vor Ort und während des gesamten Wochenendes war sehr gut und so gab es im und beim Dojo nicht nur ein Festzelt und Gulaschkanone sondern auch eine Sauna, die für den nächsten Tag fit machte. Denn an diesem wartete nach dem Frühstück Sensei Naka auf die Unterstufe. Nachdem die Erkenntnisse aus dem Vortag nochmals vertieft wurden, widmete er sich Heian Sandan. Bei der Oberstufe im Anschluss wurde zunächst ebenfalls wiederholt und das Öffnen und Schließen am Mae Geri geübt. Einen Exkurs stellte die exakte Schulterhaltung beim Ausführen der Technik bzw. beim Gehen dar. In verschiedenen Kumite-Formen erarbeitete Naka den Sanbon-Zuki und zeigte wie man mit unterschiedlichen Distanzen und Rhythmen am besten umgeht. Die zweite Einheit leitete dann wieder Sensei Risto. In der Unterstufe widmete er sich erneut der Beseitigung von Basisfehlern in der Bewegung und im Kihon. Er zeigte Übungen zum korrekten Belasten des Standbeines im Kihon Ippon Kumite. Die Oberstufe verbesserte mit Risto ihre Beinarbeit  im Kumite. Dabei stellte sich immer wieder welches Bein wann belastet wird.

Nach dem letzten Sonntagtraining reiste die Oberstufe des HKC wieder nach Hause und die Unterstufe blieb zum Montagtraining mit Risto. Die vielen Eindrücke bewirkten bei allen Teilnehmern neuen Tatendrang. Das verlängerte Wochenende war für jeden lohnens- und empfehlenswert.

Auszeichnungen

"Großer Stern des Sports" 2004
in Bronze - 1. Platz
in Silber - 3. Platz

"Großer Stern des Sports" 2007
Stern in Bronze

Otto-Kampagne

Ottokampagne Ottokampagne

 

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