Risto Kiiskilä zu Gast in Magdeburg – wenn vertraute Techniken neu gesehen werden

Von Bianca Walsleben

Der Versuchung des schönen Wetters wiederstanden am 03. September 2016 knapp 150 Karatekas und begaben sich in die Sporthalle der Grundschule „Am Grenzweg“ in Magdeburg, um bei DJKB-Instructor Risto Kiiskilä zu trainieren. Der „Hatsuun Jindo“ Karate-Club Magdeburg-Barleben e.V. als Gastgeber war über den regen Zulauf sehr erfreut und bot mit den modernen Räumlichkeiten, der grünen Außenanlage und der Pausenversorgung den passenden Rahmen.

In zwei getrennten und einer gemeinsamen Einheit forderte Risto den Teilnehmern nicht nur körperlich, sondern vor allem geistig einiges ab. Seine auf die Basis bezogenen Denkanstöße mussten genau durchdacht werden, um sie adäquat umsetzen zu können. In der ersten Einheit der Oberstufe verschaffte sich Risto zunächst einen Überblick über den Ist-Zustand der Karatekas, um sie dann Schritt für Schritt in den gewünschten Soll-Zustand zu überführen. Er hatte ein Bild vom perfekten Endprodukt, das er gezielt durch Demonstration von guten und tendenziell falschen Techniken zu vermitteln versuchte. Das natürliche Absenken der Hüfte, als schnellste Einsatzmöglichkeit, und anschließende Aufsteigen des Zukis mit vollem Hüfteinsatz, ähnlich eines startenden Flugzeugs, der Ellbogen vor der Hüfte positioniert und damit die „Waffe“ immer auf den Gegner ausgerichtet – so kann ein korrekter Zuki gelingen. Risto hielt alle stets dazu an, beweglich zu bleiben, um flexibel reagieren und agieren zu können und mithilfe seiner patentierten Atemtechnik ans Ziel zu kommen. Das richtige Timing aus dem Kihon übertrug er ins Kumite und verdeutlichte, dass mit „schnörkellosen“ Techniken ein großer Effekt erreicht werden kann. Gerade die Beweglichkeit bestimmte das zweite Training. Durch Gewichtverlagerung wurde korrektes Ausweichen und unmittelbares Kontern geübt. Ungewohnte Bewegungsmuster wurden trainiert, entnommen aus Ristoʼs eigener Kata-Kreation, zur Vertiefung von eigentlich kumite-üblichen Ausführungen. In der abschließenden gemeinsamen Einheit leitete Risto Schritt für Schritt den Ushiro-Geri an. Dieser bereitet bis in den Dan-Bereich immer wieder Probleme und eine genaue Bewegungsstudie des Ablaufs war hilfreich, einige Fehler auszumerzen. Ihre neuen Erkenntnisse konnten die Prüflinge anschließend unter Beweis stellen. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser, kamen gut fünfzig Personen am Abend im Gartenbereich des Dojos des HKC zusammen, um beim Grillen und Lagerfeuer mit Marshmallowrösten Erfahrungen des Lehrgangs auszutauschen und von Ristos geballter Karatekompetenz zu lernen. Bei bestem Wetter ging es bis spät in die Nacht, solange das Feuer noch prasselte. Nachdem nun Risto Kiskiilä als Gasttrainer 2016 vom HKC eingeladen wurde, darf man auf das nächste Jahr mehr als gespannt sein. Denn der Magdeburger Verein feiert sein 20jähriges Jubiläum mit hochkarätiger Karateprominenz. Unter dem Namen „Ni-Ju Nen“ lädt der „Hatsuun Jindo“ zu Ende April 2017 alle Karatekas deutschlandweit herzlich dazu ein, Teil eines Karateevents zu werden: Shinji Akita, Johan La Grange und Toshihito Kokubun werden für drei Tage in der Elbestadt verweilen. Alle Infos erhaltet ihr auf der Homepage: www.ni-ju-nen.de. Hier erfolgt auch die Anmeldung.

Auszeichnungen

"Großer Stern des Sports" 2004
in Bronze - 1. Platz
in Silber - 3. Platz

"Großer Stern des Sports" 2007
Stern in Bronze

Gütesiegel

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