JKA Cup 20182Teamstarker HKC beim JKA-Cup

Von Bianca Walsleben

Bei nasskaltem Wetter am vergangenen Samstag zog es 16 Starter des „Hatsuun Jindo“ Karate-Club Magdeburg-Barleben e.V. in die Dieter-Renz-Halle in Bottrop. Sie war der Austragungsort des jährlichen Wettkampfhöhepunktes des DJKB: der JKA-Cup.

Antreten durften nur Karatekas ab dem braunen Gürtel und in diesem Jahr war das Starterfeld so international wie nie zuvor. Das Turnier wurde durch Gäste aus Norwegen, Frankreich, Tschechien und Schweden verstärkt. Ab 9:00 Uhr starteten die Vorrunden schlagkräftig mit den Kumite Einzel- und Teamwettbewerben. Obwohl Jette Lüdke erst zum zweiten Mal überhaupt im Freikampf an den Start ging, gelang ihr beim JKA-Cup-Debüt direkt der Finaleinzug. Die jüngste Teilnehmerin des Vereins überzeugte durch ihren offensiven Stil und scheute keine Begegnung. Mit der nötigen Portion Mut setzte sie ihre Körpergröße gekonnt ein und holte sich einen Punkt nach dem anderen. Die Kampfrichter belohnten ihren Kampfstil mit der Goldmedaille.JKA Cup 20185 Damit machte sie nicht nur Trainer Stephan Walsleben stolz, sondern vor allem ihren Bruder Fabian, der verletzungsbedingt zu Hause bleiben musste und online mitfieberte. Manch andere Teamkollegen ereilte vor Ort leider ein ähnliches Schicksal. So verletzte sich Valentin Hennig während eines Kampfes so stark am Fuß, dass er Schwierigkeiten hatte, seine Kata später sauber und ruhig zu stehen. Leonard Konitzer ging während des Kumite durch zu starke Trefferwirkung sogar zu Boden. Celina Kreutz wurde nach dem Kumite wegen einer Verletzung vom Wettkampfarzt für weitere Begegnungen gesperrt. Somit musste Jette im Kumite-Team-Finale der Mädchen für sie einspringen, denn gemeinsam mit Lara Robra und Sophie Willuweit hatten sie die Vorrunden erfolgreich bestritten und standen am Abend dem Team aus Tamm gegenüber. Ihnen unterlagen sie trotz starker Darbietungen knapp mit ein zu zwei Siegen. Im Einzelkampf konnte sich Sophie Willuweit auf ihrem Pool gekonnt durchsetzen. Im Finale der besten vier musste sie jedoch als erstes gegen die amtierende Jugend-Weltmeisterin Sabina Tusan antreten. Sophie stellte sich beherzt der Herausforderung und machte es den Kampfrichtern nicht leicht, doch am Ende ging Tusan als Gewinnerin von der Tatami. Für Sophie blieb ein hochverdienter dritter Rang.JKA Cup 20186JKA Cup 20187 Noch besser schnitt Roman Dinh bei den Junioren ab. Der Bundeskaderathlet vom HKC ist bekannt für seine schnellen und überraschenden Angriffe. Von diesen konnte er wieder profitieren und ließ namenhafte Kämpfer hinter sich. Zu ihnen gehörten erfahrene deutsche und tschechische Bundeskader, mit oftmals erheblich längerer Reichweite. Davon ließ sich Roman nicht beeindrucken und zog seinen Kampf durch. Sein kühler Kopf wurde mit dem Titelgewinn belohnt. Sein Bruder Huy Bui Ngoc brillierte in den Kata-Vorrunden. Im Finale zeigte er dann seine Kür-Kata Enpi und belegte damit den dritten Platz, wurde damit aber der beste deutsche Starter in dieser Disziplin.JKA Cup 20184 Denn Rang eins und zwei gingen an Tschechien. Bei den Mädchen zeigte Lara Robra Bassai Dai im Finale und zog mit Huy gleich: Bronze für Lara. Mit der gleichen Kata ging sie mit ihren Mannschaftskolleginnen (Kreutz und Willuweit ) im Kata-Team-Finale an den Start. Die drei überzeugten durch hohe Synchronizität, harmonisches Timing und saubere Techniken. Dagegen kamen die anderen Teams nicht an und so ging die Goldmedaille an die Elbestädter. Die männlichen Vertreter des HKC in derselben Altersgruppe mussten sich nur dem französischen Team geschlagen geben. So nahmen Huy Bui Ngoc, Simon Zerlin und Valentin Hennig Silber entgegen. Im Kumite-Team Wettbewerb teilten sie sich mit der zweiten Mannschaft des HKC (Ferenc Dattko, Leonard Konitzer, Long Le Do ) den dritten Platz. Doch auch hier stellte der Verein wieder die besten deutschen Vertreter, denn Platz eins und zwei gingen an Frankreich und Tschechien. Zum Abschluss des Tages ging Bianca Walsleben für das Kumite-Team der Damen aus Wattenscheid an den Start. Für sie war es der letzte Wettkampf ihrer Karriere. Für ihren Einsatz im deutschen Nationalteam wurden sie, sowie Stefan Effler und Florian Herrmann zuvor vom Bundestrainer Thomas Schulze geehrt. Nachdem Bianca am Morgen gemeinsam mit Carolin Sieger und Helena Pecic in das Finale der besten Zwei einzog, standen sie dort den Kämpferinnen der norwegischen Nationalmannschaft gegenüber. In harten und nervenaufreibenden Kämpfen setzte sich das Wattenscheider Team gegen die Gäste durch und Bianca konnte sich mit einem letzten Erfolg von der Tatami verabschieden.JKA Cup 20181 Es war ein Tag voller Teamerfolge, sowohl der Kata- und Kumite-Teams im Einzelnen als auch der gesamten Mannschaft des HKC im Ganzen, die sich gegenseitig unterstützt und vorangetrieben hat. Damit sind die vier Gold-, zwei Silber- und fünf Bronzemedaillen nicht zuletzt auch eine Teamleistung.

Platzierungen

  1. Platz: Jette Lüdke – Kumite

Roman Dinh – Kumite

Kata-Team Mädchen (Celina Kreutz, Jette Lüdke, Lara Robra, Sophie Willuweit)

Kumite-Team Damen (Bianca Walsleben für Wattenscheid)

  1. Platz: Kumite-Team Mädchen (Celina Kreutz, Lara Robra, Sophie Willuweit)

Kata-Team Jungen (Huy Bui Ngoc, Simon Zerlin, Valentin Hennig)

  1. Platz: Lara Robra – Kata

Huy Bui Ngoc – Kata

Sophie Willuweit – Kumite

Kumite-Team Jungen 1 (Huy Bui Ngoc, Simon Zerlin, Valentin Hennig)

Kumite-Team Jungen 2 (Ferenc Dattko, Leonard Konitzer, Long Le Do)

JKA Cup 20183

Auszeichnungen

"Großer Stern des Sports" 2004
in Bronze - 1. Platz
in Silber - 3. Platz

"Großer Stern des Sports" 2007
Stern in Bronze

Gütesiegel

  sportprogesundheitsiegel praeventionPlusPunkt Gesundheitfamilienfreundilcher Sportverein

djkb hf pos smallLogo DKV mit Text Kopie

Kontakt halten

Go to top