JKA-Cup 2015 - mit 15 Platzierungen der erfolgreichste in der Vereinsgeschichte des HKC

Von Claudia Walsleben und Bianca Walsleben

Mit 7-mal Gold, 2-mal Silber und 6-mal Bronze erfuhren die 13 teilnehmenden Karatekas des HKC beim ranghöchsten Turnier des DJKB maximale Wertschätzung ihrer Leistungen und das in einer Altersspanne von 13-31 Jahre.

Dank des intensiven Trainings im letzten Halbjahr wurde das Wettkampfjahr 2015 beim JKA-Cup in Bottrop wie folgt abgeschlossen:

Kata Einzel

Name Altersgruppe Platzierung
Sophie Willuweit 12 – 14 3.
Antonia Lubner-Schmidt 15 – 17 3.
Niclas Huckauf 15 – 17 1.

Kata-Team

Name Altersgruppe Platzierung
Weiblich: Kreutz / Lubner-Schmidt / Willuweit 14 – 17 2.
Männlich: Le Do / Huckauf / Dinh 14 – 17 3.

Kumite Einzel

Name Altersgruppe Platzierung
Celina Kreutz 14 – 15 1.
Sophie Willuweit 14 – 15 2.
Roman Dinh 16 – 17 1.
Bianca Walsleben ab 21 3.
Stephan Walsleben ab 21 1.
Ron Julius ab 21 3.

Kumite-Team

Name Altersgruppe Platzierung
Weiblich: Kreutz / Lubner-Schmidt / Willuweit/ Hoppe 14 – 17 1.
Männlich: Roman Dinh im Team für Baden-Baden 14 – 17 1.
Weiblich: Bianca Walsleben im Team für Wattenscheid ab 21 1.
Männlich: Julius / Walsleben / Schlese ab 21 3.

Die seit Herbst neu im Bundesjugendkader trainierenden Karatekas Sophie Willuweit, Antonia Lubner-Schmidt und Celina Kreutz, bestätigten das zu Recht mit ihrem vollen Einsatz. Durch ihre Siege in mehreren Vorrunden, sollte das Kumite-Finale bei den 14 – 17jährigen ein HKC-Finale zwischen Kreutz und Willuweit werden. Durch ihren dynamischen und ständig am Gegner dran bleibenden Kampfstil, entschied Kreutz den Kampf für sich und holte Gold. Im Kumite-Team der gleichen Altersgruppe waren sich die vier jungen Mädels Kreutz, Lubner-Schmidt, Willuweit und Hoppe einig, hier wollten sie ganz nach vorn und ließen nichts anbrennen. Besonders vom Kampf gezeichnet ging Lubner-Schmidt an den Start. Durch mehrfache starke Treffer im Kopfbereich wurde ihre Gegnerin ermahnt. Mit starkem Kampfgeist steckte Lubner-Schmidt diese Treffer weg und konnte mit ihrem Team Gold nach Magdeburg holen. Damit hatte sie ihren verpassten Final-Einzug vom Kumite Einzel für sich persönlich wieder gut gemacht. Leider war es Hannah Jesse und Juliana Hoppe durch entscheidende Details in ihren Vorrundenkämpfen nicht vergönnt, auch im Finale weiter zu kämpfen. Für sie heißt es in Zukunft an den Schwachstellen zu arbeiten.

Ein starkes Teilnehmerfeld gab es auch bei den Starts im Kata Einzel der 12 bis 14-jährigen, wo sich Sophie Willuweit durch eine Beinverletzung aus dem Kumite nicht so leistungsstark wie gewohnt behaupten konnte, aber dennoch den dritten Platz sicherte. Lubner-Schmidt konnte mit ihren jungen 15 Jahren in der Gruppe 15 – 17 gut mithalten und zeigte eine technisch versierte Kata „Bassai dai“. Die schon Älteren in der Finalgruppe hatten für sich auch diese Kata gewählt und hier musste Lubner-Schmidt erfahren, dass das Kime (Kraft) in der Kata eine entscheidende Rolle spielt und nahm somit Bronze entgegen. Auch im Kata-Team bildeten Kreutz, Lubner-Schmit und Willuweit eine Mannschaft. Bis ins Pool-Finale gekommen, verließ Willuweit die Kraft im Bein aufgrund ihrer Verletzung, wodurch sie keinen richtigen Stand hatte. Doch die drei schafften es knapp ins Finale. Bis zur letzten Kür am Abend wurde das Bein mit Salben und wärmenden Bandagen behandelt. Das Ganze fruchtete dann in einem sehr guten zweiten Platz.

Die Jungs in dieser Altersgruppe wollten in nichts nachstehen. Wobei Dattko, Le Do und Huckauf sich trotz ihrer starken Kämpfe im Kumite in den Vorrunden geschlagen geben mussten, gewann Roman Dinh seine Kämpfe. Romans Kampfstil zeichnet sich durch Kampfgeist, Entschlossenheit und Siegeswillen aus. Schnell und dynamisch hielt er selbst im Finale seine Gegner auf Trapp, um letztendlich die Goldmedaille verdient zu bekommen. Dinh bekam die Chance für das Kumite-Team Baden-Baden zu starten. Auch hier glänzte er mit seinen blitzartigen Angriffen und leistete damit seinen Beitrag zum JKA-Cup-Sieg.

In den Kata-Einzel-Wettbewerben kämpfte sich nur Niclas Huckauf bis ins Finale vor. Mit Abstand ließ er in den Vorrunden seine Gegner hinter sich und auch im Finale zeigte er alles was dazu gehört – eine brillante Kata mit technischem Glanz, Kraft, Dynamik sowie den entsprechenden Tempis und verwies mit seinem Sieg alle anderen Kämpfer auf die hinteren Plätze. Seit drei Jahren startet Niclas jetzt schon beim JKA-Cup und seit dem belegt er in Folge den ersten Platz und wieder einmal mehr hat er bewiesen, dass er im Bundesjugendkader zu Recht mit seinen anderen 6 Teamkollegen vom HKC trainieren kann.

Weiter ging es mit der Altersgruppe ab 21 Jahre. Die halbjährige Wettkampfpause zahlte sich für Bianca Walsleben aus. Im Kumite ging sie mit neuer Schlagkraft an den Start und zeigte dynamische Kämpfe in den Vorrunden. Im Pool-Finale unterlag sie knapp der im Dojo Düsseldorf trainierenden Japanerin Yuki Fujita, welche am Abend im Finalkampf als Siegerin hervorging und Walsleben auf den dritten Platz verwies. Doch die beiden kämpften noch Seite an Seite im Kumite-Team der Damen für das Dojo Wattenscheid. Hier konnten alle noch einmal Walslebens neue kämpferische Seite erleben. Im Finalkampf um Platz eins stand es zum Schluss unentschieden, jedoch entschied hier der Ippon-Treffer (ganzer Punkt – seltener als der halbe Punkt = Wazari) von Bianca den Sieg für ihr Team. Im Kata Einzel war es in den Vorrunden ähnlich - durch saubere, ausdrucksstarke Katas gewann Bianca. Im Poolfinale musste sie sich jedoch fast punktgleich einer Team-Kollegin aus dem Nationalkader geschlagen geben.

Ron Julius, ehemaliger Nationalkaderkämpfer des DJKB pausierte berufsbedingt vier Jahre und trainierte währenddessen für sich weiter, wie es die Zeit zuließ. Spritzig und technisch gewieft, wie man ihn kannte, war er zurück, als wäre er nie weg gewesen. So kämpfte er sich im Kumite bis ins Finale vor. Alle Zeichen standen am Abend gut für ein HKC-Finale in der schlagkräftigsten Kategorie des JKA-Cups: die Herren ab 21 Jahre. Es stand 1:1 da wurde Ron ein missglückter Mae geri shudan zum Verhängnis, sodass er auf dem dritten Treppchen Platz nehmen musste. Auch in Kata entschied er die Vorrunden für sich. Im Poolfinale wurde die Kata „Hangetsu“ von den Kampfrichtern leider nicht für ihn entschieden.

Robert Schlese ging im Kumite mit viel Kampfgeist an den Start. In den Vorrunden konnte er die Gegner hinter sich lassen, was jedoch nicht über das Pool-Finale hinaus ging. In Kata war es ihm nicht vergönnt, weiter zu kommen, da es hier noch an technischer Brillanz fehlte.

Stephan Walsleben stellte sich der Herausforderung nach seinen letzten beiden JKA-Cup-Siegen – 2012 + 2013, 2014 musste er aufgrund einer Verletzung bei der WM in Tokio pausieren – als einer der Favoriten an den Start zu gehen. Schon die ersten Auftritte in den Vorrunden im Kumite sprachen für sich: schnelle, klare Siege. Ganz souverän und mit viel taktischem Geschick übte er Druck auf seine Gegner. Von all seinen Kämpfen entschied er fünf durch Ippons für sich. Selbst im Finalkampf gewann er mit einer Wertung von 4:0 eindeutig. In Kata ging er an dem Tag nicht an den Start, da er aus den Kumite-Begegnungen eine leichte Verletzung hatte und befürchtete, am Abend im Finale für Kumite nicht fit zu sein.

Beflügelt von diesen Ergebnissen stellte sich das Kumite-Team der Männer mit Schlese, Julius und S.Walsleben dem Kampf um die begehrte Trophäe – die JKA-Cup-Fahne. Allerdings waren für den entscheidenden Finalkampf am Abend fünf Kämpfer erforderlich, sodass noch je ein Kämpfer aus Konstanz und Baden-Baden mit ins Team geholt wurden. Als Erster betrat Walsleben die Tatami. Taktisch klug gestaltete er auch diese Begegnung und holte den Punkt für den HKC. Leider konnten es ihm die anderen vier Mitstreiter nicht gleich tun, sodass das Team HKC durch das Dojo Siegen – die anschließenden JKA-Cup-Sieger – auf Platz drei verwiesen wurde.

15 Platzierungen an diesem Tag zeigen welches Potential im HKC mit seinen 430 Mitgliedern steckt und bestätigen ihren Weg getreu ihrem Vereinsnamen – „hatsuun jindo“: Lass die Wolken zieh‘n, gehe deinen Weg!

Mehr unter www.hkc-magdeburg.de

Auszeichnungen

"Großer Stern des Sports" 2004
in Bronze - 1. Platz
in Silber - 3. Platz

"Großer Stern des Sports" 2007
Stern in Bronze

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